Danket dem Herrn, denn er ist freundlich, und seine Güte währet ewiglich. (Psalm 118)

Im Zeichen des Dankes stand der Gottedienst zu Pfingsten. Endlich war es durch die Lockerungen möglich geworden, nach einem halben Jahr wieder Abenmahl zu feiern, die liebgewordene Liturgie zu verwenden, und sogar - mit Masken – ein Lied zu singen.

Pfingstmontag ist ja der traditionelle Konfirmationstag. Diesmal konnten wir nur die Jubel- oder Gnadenkonfirmation feiern. Fünf Jubilare waren gekommen, die vor 70 Jahren hier in der Friedenskirche konfirmiert worden waren. In der Predigt sprach unser Pfarrer über die widerstreitenden Gefühle, die sicher unsere Jubilare bewegten. Einerseits Melancholie über die sich verändernde Welt, die durch den Abriss der alten Gebäude so augenscheinlich wird. Andrerseits aber auch Dank für ein langes Leben und die Bewahrung im Glauben. Jeder von ihnen hat durch all diese Jahrzehnte besondere Treue zu unserer Gemeinde gezeigt und durch vielerlei Dienste zum lebendigen Gemeindeleben beigetragen. Unsere Kuratorin würdigte alle einzeln und überreichte zusammen mit dem Pfarrer eine kleine Erinnerung an diesen Tag.

Christine Marehard wurde bedankt für ihre Tätigkeit als Presbyterin, Kuratorin und den Besuchsdienst.

Besonders gedacht wurde auch an unseren Ehrenkurator Klaus Wagner, der dieser Tage seinen 80. Geburtstag begehen hätte können. Er hat durch lange Vorarbeiten den Grundstein gelegt für unser neues Pfarrzentrum, das vor der Fertigstellung steht. Wie hätte sich Klaus gefreut, wenn er gesehen hätte, wie seine Tochter Susanne mit den Spielleuten zu seiner Ehre aufspielte.

An der Orgel ließ Bernd Geisselbrecht einen pfingstlichen Hauch spüren. Die Vöcklabrucker Spielleut umrahmten den Gottesdienst mit ihren zu Herzen gehenden Melodien und erinnerten mit dem siebenbürgischen Liedreigen an die vielen gemeinsamen Stunden.

Es war zu spüren, dass alle Kirchenbesucher mit fröhlichem und dankbarem Herzen nach Hause gingen.

I.Kimmel