Monatsspruch April 2020

Es wird gesät in Vergänglichkeit, es wird auferweckt in Unvergänglichkeit. 1.Kor 15, 42

Monatsspruch März 2020

Es wird gesät verweslich und wird auferstehen unverweslich.

oder:

Es wird gesät in Vergänglichkeit, es wird auferweckt in Unvergänglichkeit.

Unmittelbar  vorher steht:  So ist es auch mit der Auferstehung der Toten!

Darum geht es Paulus im gesamten 15. Kapitel seines Briefs an die Gemeinde in Korinth! In unserem Abschnitt besonders um den Leib der Auferstehung.

„Es wird gesät ein natürlicher Leib und wird auferstehen ein geistlicher Leib.“ fasst er in Vers 44 zusammen!

Eines dürfte klar sein:

Das Gegenständliche vergeht, das Unsichtbare wird Bestand haben!
Alles Sichtbare, Materielle ist vergänglich; alles Unsichtbare, Immaterielle  ist unvergänglich! (vgl. 2. Kor. 4,18)

Aus christlicher Sicht haben wir die Verheißungen, dass die Liebe, das Wort Gottes, der Name Jesu und alle, die an ihn glauben bleiben werden, und zwar in alle Ewigkeit! Vor vielen Jahren habe ich schon anlässlich einer Glaubenswoche mit dem Motto „Was bleibt“ folgenden Liedtext geschrieben:

„Was bleibt ist Gottes Liebe und was sein Wort uns lehrt
Was bleibt ist Jesus Name und der, der auf  ihn hört!“

Weil Christus auferstanden ist, und dadurch der Tod zu Tode gekommen ist, werden auch wir auferstehen und einen neuen Leib, einen Auferstehungsleib wie er erhalten!

Er hat dem Tod die Macht genommen und das LEBEN und ein unvergängliches Wesen ans Licht gebracht durch das Evangelium! (2. Tim, 1,10)

Jesus ist der Erstgeboren von den Toten,  ja von allen Kreaturen! (Kol. 1,15+18)

Nun aber ist Christus auferweckt von den Toten als Erstling unter denen, die entschlafen sind. (V . 20)

Das ist die Botschaft für diesen April, darum feiern wir OSTERN!

Paulus ist völlig überzeugt und erfüllt mit dieser Erkenntnis, betont sie immer und überall als KERN des Evangeliums und stellt auch zum Schluss unseres Kapitels die Frage:

„ Der Tod ist verschlungen in den Sieg! Tod, wo ist dein Stachel? Hölle, wo ist dein Sieg?“ (V. 55)

Er gebraucht zur Erklärung des Auferstehungsleibes das Bild von Korn und Halm:
Der menschliche Körper ist wie ein Samenkorn, das in die Erde gelegt wird. Ein anderer Vergleich wäre die Metamorphose, also Raupe und Schmetterling!

Was wird aus dem unscheinbaren Korn?
- Ein mächtiger Halm mit einer stolzen Ähre!
Und aus der recht unansehnlichen Raupe?
- Ein wunderschönes und feines Wesen, wenn sie sich verwandelt hat.

Beides sind Bilder! Keine Beweise. Keine Fakten.
Und trotzdem steckt tief in ihnen die Antwort auf die Frage: Wie werden die Toten auferstehen, und was für einem Leib werden sie bekommen?

„Es wird gesät in Niedrigkeit und wird auferstehen in Herrlichkeit. Es wird gesät in Armseligkeit und wird auferstehen in der Kraft. Es wird gesät ein natürlicher Leib und wird auferstehen ein geistlicher Leib! Gibt es einen natürlichen Leib, so gibt es auch einen geistlichen Leib!“ (V. 43f)

Daher kommt auch die Sehnsucht nach Ewigkeit, die Gott in unsere Herzen gelegt hat! (Prediger 3,11)

I hab Duast in meinem Herzen, I hab Hunga in da Soi!
Kann di Leere net vaschmerzen, trett nua auf da selbn Stoi!
I hab Fernweh nach da oben, i hab Hamweh nach dein Reich!
Alle Grenzn san vaschobn, denn wer sonst macht alles neich?

Sie ziagt mi hin zu Dia, die Sehnsucht tief in mia,
S’Verlangen, dass was bleibt, net nua Vagänglichkeit
Sie ziagt mi hin zu Dia, die Sehnsucht tiaf in mia,
S’Verlangen nach mehr Zeit, der Wunsch nach Ewigkeit!

Ein Versuch, diese tiefe „Sehnsucht“  in einem meiner Lieder zu besingen.

Resümee :

Warum stecken wir so viel Zeit und Energie in materielle, sichtbare Dinge, wenn sie ohnehin keinen Bestand haben und wir nichts, aber auch wirklich nichts, mit „hinüber“ mitnehmen können?

Der Stellenwert von Besitz, Ehrsucht, körperlicher Fitness etc. ist deutlich zu hinterfragen! Was treibt uns denn so, wenn am Ende ja doch nichts übrig bleibt?

„Was hilft es uns denn, dass wir in den Wind gearbeitet haben“, fragt  auch der Prediger (Kap. 5, 15b)

Gottes Wort zeigt uns einen viel besseren, effizienteren Weg:

„Seid ihr nun mit Christus auferweckt, so sucht, was droben ist, wo Christus ist, sitzend zur Rechten Gottes. Trachtet nach dem, was droben ist, nicht nach dem, was auf Erden ist. (Kol. 3, 1f)

„Sammelt euch keine Reichtümer hier auf der Erde, wo Motten und Rost sie zerfressen und wo Diebe einbrechen und sie stehlen. Sammelt euch stattdessen Reichtümer im Himmel, wo weder Motten noch Rost sie zerfressen und wo auch keine Diebe einbrechen und sie stehlen. Denn wo dein Reichtum ist, da wird auch dein Herz sein.“, meint Jesus in der Bergpredigt (Mt. 6, 19 -21)

Wenn ihm unser Herz gehört, gehört uns auch seine Zukunft, und diese ist herrlich, ewig und unvergänglich!

 

Helmut Pichlmann

 

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